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Hausrotschwanz - Charaktervogel der Neubausiedlung und des Gewerbegebietes

Während in von üppigen Büschen, Sträuchern und Bäumen dominierten Gärten meist Amseln, Meisen und vielleicht auch Spatzen die Vogelwelt dominieren, ist gerade in jungen Gärten, in denen Büsche noch niedrig sind und hohe Bäume noch fehlen, aber oft auch auf Gewerbeflächen, der Hausrotschwanz der dominierende Vogel. In Wunstorf gilt dies z.B. für die Neubausiedlung in Wunstorf-Süd am Wasserwerk, auch im Gewerbegebiet Wunstorf -Süd ist der Hausrotschwanz verbreitet.

Mit seinem charakteristischen, gequetschen Gesang ist er bei Sonnenaufgang oft der erste Sänger und bei Sonnenuntergang der letzte, den man noch singen oder bei Anwesenheit einer Katze schimpfend warnen hören kann.

Seine Vorliebe für Stein und eher Abneigung gegen zu üppiges Grün rührt von seiner Herkunft her. Als ursprünglicher Felsenbewohner hat er sich dem Menschen, als dieser anfing steinerne Häuser zu errichten, angeschlossen. So kommt es, dass man den Hausrotschwanz oft schon während der Bauphase neuer Wohnhäuser im Rohbau - auch bereits dort brütend - antreffen kann. Später brütet der Hausrotschwanz in Neubausiedlungen bevorzugt unter Carport-Dächern, weshalb man ihn statt als Haus- auch als "Carport-Rotschwanz" bezeichnen könnte.

Die ausfliegenden Jungvögel bevorzugen dagegen in den ersten Tagen nach Verlassen des Nestes durchaus üppige Deckung und suchen eher versteckreiche Gärten mit Büschen und Hecken in der angrenzenden Nachbarschaft der elterlichen Brutreviere auf.

Als Zugvogel fehlt der Hausrotschwanz bei uns in größten Teilen des Winters, sein Winterquartier ...´Allerdings zieht er sowohl oft als letzter (in geeigneten Revieren kann man in sogar manchmal noch bis November antreffen) oder kommt als erster (manchmal schon im Februar). Das frühe Erscheinen ermöglicht ihm in guten Jahren auch erfolgreiche Zweitbruten.

Autor: Ralf Hoopmann (NABU Wunstorf)

(C) NABU-Gruppe Wunstorf 2010